Kategorie: Lab Gamification

take it serious

#gamification Stimmen aus dem Lab

„In der Innovationswerkstatt Gamification beschäftigen wir uns mit der Spielifizierung von Digitaler Grundbildung im Bereich des SGB II durch Serious Games. Anfang 2020 haben wir uns im LAB mit der Definition von digitaler Grundbildung und den Strukturen der Design Thinking Methode beschäftigt und haben überlegt, wie man es umsetzen kann.

Denn die sich, durch Corona, noch schneller ändernde Lebens- und Arbeitswelt fordert Grund-Kompetenzen, die von der klassischen Grundbildung (Lesen, Schreiben, Rechnen) nicht abgedeckt wird. Hier benötigen wir lebensnahe technologiebasierte Problemlösekomptenzen.

Im ersten Live-Treffen während der Coronapandemie im August 2019 haben wir Kompetenzbereiche identifiziert, die A) die essentiell sind und B) für die wir mit den Methoden des Spieldesigns Minigames mit Aufkläungscharakter gestalten möchten.

Diese Mini-SeriousGames sollen dann, da wo Prozesse und Anwendungen normalerweise eher langweilig und eintönig bzw. überfordernd sind/wirken, durch ihren motivierenden Spiele-Charakter dazu beitragen, dass neue Kompetenzen erworben und positive Verhaltensweisen geübt werden.

Sinn und Zweck: Die Adressatinnen und Adressaten sollen Spaß am lebenslangen Lernen entwickeln!

Diese 5 Kompetenzbereiche digitaler Grundbildung orientieren sich an der Digicomp der EU:

  1. Umgang mit Informationen und Daten (Information und Data Literacy)
  • Kommunikation und Kollaboration in einer digitalisierten Welt (Communication and Collaboration)
  • Erzeugen digitaler Inhalte (Digital Content Creation)
  • Sicherheit (Safety)
  • Problemlösung unter zur Hilfenahme von digitalen Tools (Problem Solving)

Die Adressatinnen und Adressaten sind grundsätzlich Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende der KJC; Dies ist nicht abschließend da wir noch auf Personas (Zielgruppen) aus einem anderen Labor warten. Unsere Mission sehen wir darin: Das unsere Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende durch und mit den Mini-SeriousGames an der Digitalisierung partizipieren können. Damit das Gelingen kann, sollen Mitarbeitende in den Jobcentern kontinuierlich und bedarfsorientiert selber SeriousGames erstellen können. Auch über 2020 hinaus. #DieBetroffenenalsExperten

Denn aus unserer Sicht ist die digitale Wissenswelt so dynamisch, dass wir in der Lage sein müssen, diesen agilen Wissenstransfer durch Gamification bedarfsorientiert und zeitnah anpassen zu können.

Unsere Vision dazu ist, dass Kundinnen und Kunden (bspw. in speziellen Maßnahmemodulen) und Mitarbeitende im Arbeitsalltag Bedarfe aufdecken und nach dem Motto: #Teilnehmende-zu-Trainern-machen ihre Erfahrungen teilen und die LAB-Mitarbeitenden dann entsprechende Szenarien über den Editor des Programms erstellen können um das so neu entstandene Spiel in das Bestandssystem einzupflegen.

Dadurch haben wir (als KJC-Gemeinschaft) einen wachsenden Pool an Minigames, den wir für den Wissenstransfer nutzen können.

Im nächsten Schritt werden wir in wöchentlichen Treffen (Weeklys) aktiv erste Storys mit z.B. versteckten Spielfeatures und Belohnungssystemen kreativ erarbeiten und auch die verschiedenen Erfahrunsgebenen berücksichtigen.

Das Schöne an Mini-Serious-Games ist, dass man den Erfahrungshorizont der Adressatinnen und Adressaten punkt genau ansteuern kann. Von niedrigschwelligen Minigames

  • mit Inhalten wie: wie suche ich was im Internet & was ist Netiquette

bis hin zu Minigames mit komplexem Fachwissen wie

  • How to HomeOffice [Daten-Sicherheit, Gesundheit, Versicherungsschutz etc.], oder wie erkenne ich Schadsoftware im Büroalltag

 ist alles vorstellbar. Und was vorstellbar ist, lässt sich umsetzen.

Die Gestaltungssoftware ist nun eingekauft, wir werden ab Mai geschult und können nun am spielerischen Wissenstransfermanagement arbeiten.“

Manuel Campbell, Persönlicher Ansprechpartner, KJC Lahn-Dill

#gamification #digitale #grundbildung

Lab gamification: Wie kann man schnell ein effizientes „Serious Game“ (englisch: Ernsthaftes Spiel) erstellen?

Gamification („Spielifizierung“) bedeutet: Die Anwendung spieltypischer Elemente in einem Kontext, der spielfremd ist. Hier geht es um Motivationssteigerung bei monoton empfundenen und komplexen Aufgaben.

Das Erreichen von Benachteiligten, welche bisher aufgrund diverser Hemmnisse der Zugang zu den Bildungsangeboten fehlte, steht im Mittelpunkt des Themenlabores zur Grundbildung/ Lab gamification. Es hat sich gezeigt, dass gerade diese Kundengruppe besonders gut über digitale Angebote erreicht werden kann. Sogenannte „gamifizierte“ Anwendungen zeigen Verbesserungen in Bereichen wie Benutzermotivation, Lernerfolg oder Datenqualität auf.

Wir haben uns daher für die Software zur Spieleentwicklung von Fabula Games entschieden. https://fabula-games.de/serious-game-creator/ – Games bauen, durch KJC Mitarbeiter, ohne Programmierkenntnisse. Gemäß dem Motto: „Make or buy? – Make!“

„Um ein Serious Game schnell und einfach zu erstellen, vereinfacht die meiste Autorensoftware die rein technische Designphase. Sie können sich dann auf den pädagogischen Aspekt Ihrer Szenarien konzentrieren […].

Definieren Sie das Ziel Ihres Serious Game klar und deutlich

Bevor Sie mit der Entwicklung eines Serious Games mit einer Autorensoftware beginnen, sollten Sie unbedingt zuerst das pädagogische Hauptziel definieren. Es ist wichtig, dieses Ziel bei der Gestaltung immer zu verfolgen, um Ihrem Serious Game eine echte Kohärenz zu verleihen. Sie müssen eine genaue Vorstellung von den zu bewertenden Fähigkeiten haben, um am Ende der Szenarien einen Leistungsmaßstab für jeden Lernenden zu erhalten.

Verbessern Sie das Design mit effektivem Storytelling

Ein angepasstes und effektives e‑Learning-Pädagogikszenario fördert das Engagement Ihrer Lernenden. Nachdem Sie Ihre Ziele definiert haben, denken Sie daran, Ihren Lernenden eine Geschichte anzubieten, die nahe an ihrer beruflichen Realität ist. Dies ermöglicht den Lernenden, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen und ihre Fähigkeiten zu trainieren und auszubauen. Um Ihr Storytelling zu bereichern, denken Sie über mögliche alternative Szenarien nach, die von den Entscheidungen des Lernenden und der Relevanz der Interaktionen abhängen.

Dank einer Autorensoftware, die von Design Thinking und Ansätzen wie Mind Mapping oder Logigrammen inspiriert ist, können Sie angereicherte pädagogische Szenarien mit zahlreichen Alternativen erstellen, um Ihre Lernenden zu schulen. Diese Software-Tools erleichtern die Gestaltung und das Layout Ihrer Inhalte zur besseren Strukturierung von Wissen.

Nachdenken über Spielmechaniken

Lassen Sie uns nun einen Blick darauf werfen, wie Sie Ihr Serious Game dynamischer gestalten können. Die Interaktion mit dem Lernenden steht an erster Stelle. Es gibt viele Möglichkeiten, das Serious Game attraktiv zu gestalten: Einführung einer Nachbesprechung, anklickbare Zonen, Tests in Form von Quiz oder Gruppeninterviews, multimediale Dokumente zum Einspielen (Videos, Bilder, Ihr Firmenlogo…) und Bonus- oder Maluspunktesysteme (z.B. mit Badges oder Trophäen).

Im Gegensatz zu einem klassischen Videospiel, bei dem es nur um Unterhaltung geht, sollten Sie diese Mechanismen in ein vollumfängliches Bildungssystem integrieren, um die Lernenden zu motivieren und ihnen regelmäßig Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln.“

Die Drehbücher sind im Lab der schwierigste Teil. Wir haben uns daher dafür entschieden die Spieleentwicklung mittels Microsoft Azure DevOps zu koordinieren.

https://docs.microsoft.com/en-us/azure/devops/project/navigation/go-to-service-page?view=azure-devops