Social Media und KJC?

Beate Langhammer vom Jobcenter Main-Kinzing-Kreis beschreibt, was im Lab Social Media aktuell entwickelt wird: Eine Lösung in der Ansprache Jugendliche zu unserem Leitspruch „Social Media – Sagt uns wie der Jobcenter Euch erreichen kann“. Wie bereits im Beitrag „Instagram, Tiktok & Co.“ beschrieben, trifft die Zusammenfassung des Podcast von Christine Germann exakt auf die Herausforderungen im Lab zu. Hier geht es zum Bericht https://www.amtzweinull.de/2021/03/21/social-media-fuer-jobcenter-deutlich-mehr-chancen-als-risiken/ und hier zum Podcast.

Am 22.4. trifft sich die AG KJC in einer Videokonferenz, wir werden das „KJC Universum“ Social Media Vlogging Projekt dort vorstellen.

Still hungry: Corona Chatbot

Der Chatbot lernt und lernt, weil die MA der KJC ihn stetig füttern 🙂 Inzwischen kommen weitere Themen hinzu, beispielsweise mögliche Fragen von Arbeitgebern. Was mit wenig Inhalt und auf coronaspezifische SGB II-Fragen begonnen hat, wächst nun kontinuierlich weiter. Einige Themen liegen noch im Backlog, zum Beispiel die Frage der Mandantenfähigkeit. Das heißt, dass auch KJC-spezifische Fragen gestellt werden können. Inzwischen gibt es von einigen Seiten außerhalb der KJC Interesse am Bot, aber voarallem daran „Wie habt Ihr das gemacht?“. Selber machen – make vs buy – das weckt Interesse und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

https://kjc-digital.de/

Low Code – No Code, SaaS & RPA.

Neue Technologien bieten neue Möglichkeiten. Der Unterschied zum Herkömmlichen: Die Fachebene kann selbst aufgrund ihres Wissens mittels „Low Code – No Code“ (d.h. man benötigt keine Programmierkenntnisse) digitale Tools gestalten und ihre Fachexpertise in diese einbringen. So folgt die Technik dem Bedarf und nicht wie bisher so oft umgekehrt. Im Unterschied zu vorher:

Es wird kein fertiges Tool bestellt und der Prozess an diesen angepasst, sondern das Tool wird mittels Software selbst so gebaut, wie der Prozess es benötigt.

Dokumente unterschiedlichster Art können mit Hilfe von KI ausgelesen werden, dem Sachbearbeiter und auch dem Bürger nimmt dies das Abtippen ab. Durch die Fachebene erstellte Automatisierungstools können der Sachbearbeitung Routinearbeiten abnehmen – zum Beispiel eine Plausibilitätenprüfung beim Eingang eines Neuantrags – könnten aber auch bereits den Bürger bei Antragsstellung unterstützen. Solche Tools können also modular sein. Elemente wie beispielsweise eine Plausibilitätsprüfungen können somit in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden.

Eine Robotik, auch RPA genannt, kann dafür genutzt werden, Daten in Verfahren oder Programme zu schreiben- z.B. auch Daten aus Posteingängen oder Listen.

Dies bietet die Chance auf Entlastung von Routinearbeiten und mehr Geschwindigkeit. Und das Beste hierbei: Die durch die Fachebene erstellten Tools gehören dem KJC. Mit Plattformern oder „SaaS – Software as a service“ zu arbeiten, ist, wie einen Brief mit Word schreiben, der Brief gehört dem Autor. Neue Technologien können somit auch einen Beitrag zur digitalen Souveränität leisten. Daher geht es im Lab „Neue Technologien“ darum, genau diese Dinge auszuprobieren und zu erproben.

An alle KJC Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Mitmachen ist gerne und weiterhin möglich.

Lab Fusion: Kundenkarte und Innovations-Mobil.

Wir haben in beiden Laboren folgende Sätze formuliert: Innovationsmobil: „Der Digitale Wegweiser für Kunden in der sich verändernden Arbeitswelt“. Kundenkarte: „Die Kundenkarte als Digitaler Begleiter des Kunden von seinem Erstkontakt zum Jobcenter bis zur Aufnahme eines neuen Jobs. – unabhängig von den Fachverfahren.“ Ansätze, die gut sind, jedoch komplex. Wir sprechen von digitalen Lösungen, von Apps. Ist das der richtige Weg, ist das die Lösung? Was wir erkannt haben: Die Analyse der Zielgruppe steht wieder im Vordergrund, wir gehen also iterativ zurück. Unsere Methode ist Design Thinking, hier ist es erlaubt im Prozess zurückzugehen. Im Fall der beiden Labore haben wir uns dazu entschieden, sie zusammenzulegen, zu fusionieren. Inhaltlich gibt es viele Parallelen, doch bei beiden gilt: “ Was immer als Innovation im Lab herauskommt – wir müssen erst verstehen wer die Zielgruppe ist, und was sie wirklich für Bedürfnisse hat. Nur dann ist ein Produkt überhaupt sinnvoll. In den nächsten Monaten arbeiten wir daher eng mit den Kunden zusammen.

Simon Sineks erweiterter Golden Circle. Das Warum zielt auf den Purpose des Unternehmens ab.(Bild © Pia Kleine Wieskamp)

Wie heißt der Hund vom KJC?

LabRadOhr“.

Ein Wortspiel:
LAB“ bedeutet kreativer Denkraum, frei von Hierarchien. „RAD“ steht für agile Prozesse, es dreht sich vorwärts, wenn nötig drehen wir es zurück. „OHR“ steht für Zuhören, Aufdecken, Entdecken. Nur wer die Zielgruppe und deren Bedürfnisse erkennt, kann sinnvolle, hilfreiche Lösungen entwickeln.

Wir machen mit den Mitarbeiter*innen der Kommunalen JobCenter in Hessen (KJC) Design Thinking für sinnvolle Produkte für unsere Kunden . mit und durch Einbezug der Kunden.


„Dieser Blog ermöglicht Ihnen einen Einblick in die spannende Arbeit der Digitalen Innovationswerkstatt. Niederschwellig geschrieben, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Innolab. Nach einem Jahr können wir sagen: Verwaltung und agil? Ja, das ist möglich. Frei von Hierarchien, auf Basis des Vertrauens. Mit Geduld und der Möglichkeit iterativ zurückgehen zu dürfen. “

Tobi Schneider, Labkoordinator
Innolab Hessen KJC

Verwaltung und agil? Ein interessanter Artikel: https://www.futur2.org/article/forum-agile-verwaltung-eine-initiative/